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Behind the Scenes · Messe-Design

IdeenExpo 2026:
Wie wir den Apiva-Stand
vom Konzept bis zum Giveaway designed haben.

Autor: Arwin Hushyar Veröffentlicht: 27. Juni 2026 Lesezeit: 7 Minuten
Apiva-Group-Stand auf der IdeenExpo 2026 Hannover, designed von Whitefield Marketing

Die IdeenExpo ist nicht irgendeine Messe. Sie ist Europas größte Jugend-Veranstaltung für Technik und Wissenschaft, zieht alle zwei Jahre über 400.000 Schüler, Lehrer und Eltern nach Hannover und ist für jedes Unternehmen, das junge Talente sucht oder seine Marke vor 14 bis 20-Jährigen positionieren will, der wichtigste Termin im Kalender. 2026 standen wir vor einer klaren Aufgabe: Wir sollten für die Apiva Group einen Messestand bauen, der nicht in der Masse untergeht.

Apiva ist ein IT- und Software-Unternehmen aus der Region Hannover, das sich auf Custom-Software-Lösungen für mittelständische Industrie- und Handwerksbetriebe spezialisiert hat. Klingt erstmal trocken, aber genau das war der Knackpunkt: Wie verkauft man B2B-Software an eine Halle voller Teenager, Lehrer und Familien, ohne im Halbschlaf den nächsten Flyer zu drucken?

Die Aufgabe in zwei Sätzen

Apiva wollte auf der IdeenExpo zwei Dinge gleichzeitig erreichen. Erstens: junge Talente erreichen, die in den nächsten zwei bis vier Jahren eine Ausbildung oder ein duales Studium suchen. Zweitens: bei mitgereisten Lehrern, Unternehmensvertretern und Eltern als ernstzunehmender lokaler Software-Player wahrgenommen werden.

Diese zwei Zielgruppen sprechen unterschiedliche Sprachen, brauchen unterschiedliche Touchpoints und reagieren auf komplett unterschiedliche Reize. Ein Stand, der nur für Schüler glänzt, fühlt sich für die Lehrkraft daneben billig an. Ein Stand, der nur seriös wirkt, wird vom Schüler in 1,5 Sekunden weggewischt.

Unsere Hypothese

Wir haben uns auf eine simple Wette eingelassen: Wenn der Stand visuell hochwertig ist, aber an mehreren Stellen kleine, taktile Interaktions-Momente bietet, treffen wir beide Gruppen gleichzeitig. Die Lehrer sehen die saubere Markenführung, die Schüler greifen nach den Karten, Lesezeichen und Spielen. Und beide nehmen ein physisches Asset mit nach Hause, das nicht sofort im Müll landet.

Konsequenz für das Konzept: kein typischer Messe-Bullshit mit Beach-Flags und Bonbon-Schalen. Sondern ein Stand, der eher wie eine Mini-Galerie wirkt, mit kuratierten Objekten und durchdachtem Print.

Was wir konkret designed haben

1. Visitenkarten aus transparentem Acryl mit QR-Code

Die Standard-Papier-Visitenkarte überlebt eine Messe selten lange. Bei Apiva haben wir transparente Acryl-Karten produzieren lassen, dunkel bedruckt, mit klarem QR-Code direkt zum Apiva-Kontaktformular („Scannen & Projekt starten"). Vorteil: Wer die in die Hand bekommt, wirft sie nicht weg. Sie liegen Zuhause auf dem Schreibtisch oder im Regal und sind eine permanente Erinnerung an die Marke.

Praktischer Nebeneffekt: Lehrer und Unternehmensvertreter scannen den QR-Code direkt am Stand und landen sofort in einem strukturierten Erstanfrage-Formular. Aus diesen Anfragen sind in den ersten 3 Tagen der Messe mehrere qualifizierte Leads entstanden.

2. Magnetische Lesezeichen als Giveaway

Wir wollten ein Giveaway, das nicht nach 15 Minuten im Mülleimer landet. Klassische Kugelschreiber und Bonbons fielen sofort raus. Stattdessen: magnetische Lesezeichen im Apiva-Design, die sich um eine Buchseite klemmen lassen und farblich auf das Branding abgestimmt sind. Für Schüler in der Prüfungszeit ein tatsächlich nützliches Produkt, für die Lehrer ein angenehm subtiles Branding-Asset.

Die Lesezeichen haben in den ersten Stunden des ersten Messetages so dermaßen eingeschlagen, dass wir die Produktion zur Halbzeit nochmal hochfahren mussten.

3. Karten-Set mit Mini-Game

Eines der zentralen Asset-Pakete war ein kleines Karten-Set, mit dem Standbesucher in unter 60 Sekunden ein Mini-Spiel spielen konnten. Schüler kamen rein, hörten von einem anderen Schüler „hey komm zur Apiva, da gibt's was zu gewinnen", standen drei Minuten später am Stand und waren plötzlich offen für ein Gespräch über Ausbildung und duales Studium.

Das war der eigentliche Move: Wir haben die Standzeit pro Besucher von typischen 8 bis 12 Sekunden auf über zwei Minuten gepusht. Und in zwei Minuten kann ein Apiva-Mitarbeiter den Unterschied zwischen „nehme ich eine Karte mit" und „ich schicke direkt morgen meine Bewerbung" machen.

4. Aufsteller, Tisch-Setup und kleine Objekte

Der Stand war bewusst nicht überladen. Schwarze Tische, AG-Apiva-Aufsteller in mattem Schwarz mit weißem Logo, Visitenkarten-Halter aus Acryl, und als ungewöhnliches Detail eine kleine Mini-David-Büste mit Holz-Stäbchen als Stifte-Halter. Das war so eigenständig und so untypisch für eine IT-Messe, dass davon allein in den ersten zwei Tagen über zwei Dutzend Schüler ein TikTok oder Instagram-Reel gedreht haben. Free Reichweite, geschätzt im sechsstelligen View-Bereich.

5. Print-Materialien für die Tiefen-Information

Für die wirklich interessierten Besucher, also Lehrkräfte, Unternehmenskontakte und Eltern, lag ein hochwertig gedrucktes Print-Material aus. Schwarzes Cover, weiße Typografie, lockerer Aufbau ohne Marketing-Geschwurbel. Drei Seiten: was Apiva macht, wer dahinter steht, wie man in Kontakt kommt. Bewusst kein 30-Seiten-Image-Booklet.

Was am Ende rauskam

Wir haben am Ende des dritten Messetages eine Zwischenbilanz gezogen, und die Zahlen aus Apivas eigenen Tracking-Tools waren auffällig:

Und ein Punkt, der für uns als Agentur am wichtigsten ist: Apiva hat am Ende gesagt, dass sie auf der IdeenExpo 2026 wahrscheinlich den ROI eines kompletten Jahres an Recruiting-Maßnahmen in einer Woche eingespielt haben.

Was wir daraus für andere Stand-Projekte mitnehmen

Drei Prinzipien, die immer funktionieren

Erstens, taktile Objekte schlagen Bildschirme. Auf einer Messe ist ein iPad mit Slideshow das Schwächste, was du tun kannst. Niemand stoppt für Folien. Jeder stoppt für etwas, das er anfassen kann.

Zweitens, das Giveaway ist 50% des Brandings. Wenn dein Giveaway billig wirkt, wirkt deine Marke billig. Wenn dein Giveaway nach Hause genommen und benutzt wird, kommt deine Marke immer wieder ins Sichtfeld.

Drittens, der Stand muss „postbar" sein. Wenn an deinem Stand niemand ein TikTok oder Instagram-Story dreht, hast du verloren. Der visuelle Eyecatcher (bei uns: David-Büste mit Stäbchen) ist kein dekoratives Beiwerk, sondern ein Verstärker für die Reichweite.

Warum wir den Apiva-Stand für die Whitefield-Page zeigen

Wir werden oft gefragt, ob wir nur Social Media machen. Die Antwort ist nein. Whitefield ist eine Agentur für visuelle Markenarbeit, in allen Formaten in denen unsere Kunden auftreten. Social Media ist nur das sichtbarste Format. Auf der IdeenExpo war es ein kompletter Messestand inklusive Print, Giveaways, Tisch-Setup und Konzept, alles aus einer Hand und im konsistenten Apiva-Brand.

Wenn du selbst eine Messe planst, eine Eröffnung oder eine Markenrelaunch, in der mehrere Touchpoints aufeinander abgestimmt werden müssen, sind wir die richtige Adresse. Wir machen nicht nur Reels, sondern denken Marken in allen Dimensionen.

Planst du gerade einen Messestand oder ein Branding-Projekt?

Im Juli sind noch 3 Plätze frei. Schreib uns kurz, in welche Richtung das Projekt geht, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung. Kein Verkaufs-Pitch, nur ein Gespräch.

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